Sommerfest 2021

Letzte Informationen

Liebe Grüße von Lutz an ALLE !!! Er liegt nach einer OP am Herzen mit ziemlich guten Aussichten auf Genesung in Bad Berka. Wer einen Besuch plant – es gibt Besuchszeiten in der Zentralklinik, von 15 bis 17 Uhr. Impfnachweis muss vorgelegt werden.

Dann nochwas zum leidigen Corona-Thema: Wenn wir es bislang nicht angesprochen haben, heißt das nicht, dass wir es ignorieren. Wir sehen es aber so, dass jeder von uns genügend Verantwortungsbewusstsein hat, damit umzugehen. Und – bitte lasst uns an diesem Wochenende so gut es geht miteinander feiern und nicht anfangen, die Welt umzukrempeln. In Respekt und aller Freundschaft.

Parkplatz: Wer Zelten / im Auto schlafen möchte, bitte den hinteren Teil benutzen und den vorderen Teil für die Kurzzeitparker / Pendler freihalten.


Einpacken:
Zelt, Schlafsack, Isomatte (Hausschuhe oder Schlappen fürs Haus – zwecks Duschen oder Indoor-Aktivitäten – bei Regenwetter)
– Für die Hausbewohner: Bettwäsche (+ Bettlaken!) Handtücher und Hausschuhe
Musikinstrumente (nach Lust und Laune)
– eine Schallplatte mit Tanzmusik (Kein MUSS, es gibt schon jede Menge!) – es wird einen Plattenspieler und eine Tanzfläche geben
Camping – oder Liegestühle: Es gibt zwar Bierzeltgarnituren und jede Menge Sitzfläche auf der Wiese, aber in unserem Alter hat man  abends auch gerne was mit Lehne.
– Für die Abende: warme (und am besten nicht die allerbeste) Kleidung: Am Feuer kann es schon mal etwas rustikaler zugehen.
Wasserfeste Schuhe / Gummistiefel (es hat sehr viel geregnet in letzter Zeit)
– Wer mag, Badesachen: Der Pool ist Öko und wird in der Regel textilfrei genutzt
Autan oder ähnliches, falls später noch Mücken dazu kommen
-Vielleicht noch was Leckeres für die Tafel (Salate können auch vor Ort zubereitet werden) und wer mag, Kuchen – Bitte mit Heli abstimmen


Kontakte:
Heli 01607946897 (Koordination Kuchen & Salate)
Jochen 015156943716 (Was sonst noch so anfällt)
Der Ort
Pfarrkesslar
Das Anwesen war zu DDR-Zeiten ein Ferienobjekt. Hier haben Bauingenieure aus Berlin Urlaub gemacht und die Stille des Tals und die waldreiche Umgebung genossen. Wir werden bei schönem Wetter die Wiese nutzen, bei schlechtem Wetter gibt es draußen Unterstände und im Ernstfall (Schnee, Hagel, Sturm) auch drinnen einen großen Raum. Es gibt draußen Öko-Toiletten, Duschen und Waschmöglichkeiten, im Haus ebenso, nur etwas komfortabler.  Es gibt einen naturnahen Pool, eine Spielwiese mit Toren, Sandkasten, Baumhaus, eine Seilbahn für Kinder, Sauna, Feuerstelle. Und im Haupthaus leben so um die 15 freundliche Menschen in einer Lebensgemeinschaft. Die sind auch eingeladen. Und dann gibt es noch Tiere: Hühner, Kaninchen, Ziegen, Gänse… und Eselin Morena freut sich, wenn sie auf eine Wanderung mitgehen darf.  

Wie findet man Pfarrkesslar?  
Navi / Google Maps:
Am Angerberg 35, 99444 Blankenhain
N50° 49.288′ E11° 25.430′


Auf der Website des Bunten Grundes gibt es eine gute Beschreibung.  Wer schon einmal bei uns war: Von der Kreuzung vor unserem Haus (Ortsanfang von Drößnitz) geht es etwa 800 m talabwärts Richtung Reinstädter Grund. In einer Rechtskurve (langsam fahren, nicht hetzen lassen !!!) gibt es rechts einen Abzweig talabwärts. Da ist dann auch gleich die Wiese zum Parken/Zelten!  


Programm

Programm
Am Freitag
wie immer ankommen, quatschen, essen, trinken, singen, einschlafen…  
Am Samstag nach dem Ausschlafen gemütliches Frühstück. Dann wollen wir die Gegend erkunden und je nach Wetter, Kondition und Interesse unsere Ziele ansteuern. Es gibt in der Nähe Großkochberg (ja, wohin olle Goethe immer zu seiner Frau von Stein gepilgert ist). Der Park ist BUGA-Außenstandort, das Schloss ist sehenswert und es gibt leckeres Eis. Das wäre ein gutes Ziel (mit Auto); Fußtüchtige können die 10 km von hier aus bequem in 2 bis 3 Stunden  nach Pfarrkesslar wandern. Es gibt aber auch kürzere Strecken (z. Beispiel in unser Heimatdorf Drößnitz, das sind etwa 1 km bergauf im schönen Tal). Oder ein Abstecher in der Reinstädter Grund. Der ist wegen seiner Schönheit leider auch bei den Bikern sehr beliebt. Es wird tagsüber öfter mal ordentlich röhren. Gegen Abend legt sich das für gewöhnlich.  
Stichwort Abend: Da wollen wir uns stärken und gemütlich (hoffentlich draußen) zusammen sein, wer will mit Instrument und Stimme; später wollen wir mal sehen, wer noch tanzen kann und will. Ich werde nach Platten mit tanzbarer Musik schauen und wer will (und noch hat), kann ja noch eine Platte mitbringen – es muss nicht die beste sein, wir feiern draußen. 

Sehnsucht

Was ich in der Ferne suche
Weiß ich selbst nicht zu beschreiben.
Gehe dennoch auf die Reise,
Um die Sehnsucht zu vertreiben.

Offnen Herzens, offnen Ohres
schwelge ich am Sehnsuchtsort.
Sind auch die Sinne schwer beschäftigt –
Das Herz zieht leise mich hinfort.

Irgendwann hab ich`s verstanden
Und packe meine Sachen ein.
Es braucht Beständigkeit und Ruhe
Es hat Sehnsucht: nach daheim!

Schon wieder Ostern?

Hatten wir doch gerade erst – als wir in den Seuchen-Alltag eintauchten. Schon letztes Jahr war Eiersuchen nur im kleinen Kreis erwünscht. Und noch immer streitet die Gesellschaft im Ganzen wie im Einzelnen um Freiheit und Verantwortung. Jeweils aus eigener Perspektive.

Und der Winter will auch nicht gehen.

Aber irgendwann muss er. Wenigstens das ist sicher. Das sagt die Erfahrung.

Ob das Virus sich verscheuchen lässt oder zumindest kontrolliert einhegen, das ist nicht sicher. Das sagt die Vernunft.

Aber wir haben die Freiheit, uns zu entscheiden. Ob wir den Winter verfluchen, ob wir am zögernden Frühling verzweifeln, oder ob wir einfach nur die Türe aufmachen, um frische Luft und eine Brise Hoffnung herein zu lassen. Die Fenster öffnen, um Licht und einen Funken Glauben herein zu lassen.

Das ist unvernünftig? Na und? Es ist einen Versuch wert. Immer wieder.

Allseits einen schönen Palmsonntag und eine gute Karwoche.

Ostern kommt, so oder so. Auch nächstes Jahr wieder.

Das andere Weihnachten

Keine Frage, es ist tatsächlich ein anderes Weihnachten. Ob’s besser ist oder schlechter als die vorherigen – das ist nicht meine Frage. Ich frage mich, ob es mich näher an Weihnachten geführt hat. Das hat es.

Wenn alles Äußerliche wegfällt: Alles Geklingel und Getue, Kaufen, Hetzen, Saufen, Futtern, Andacht heucheln, über Zeitnot klagen… dann kommt diese dicke Gelegenheit, mich mit meinen Gedanken, Gefühlen, der Sehnsucht nach Weihnachten zu befassen. Zur Ruhe kommen, zu mir selber kommen: Einfach gut.

Ein Kind ist geboren. Das ist ein Wunder. Jedesmal aufs Neue. Jeder Mensch ist ein einmaliger Wurf, ein göttliches Geschenk. Wir könnten in dieser Zeit in uns gehen und darüber nachdenken. Und uns hinterher erfreut in die Augen schauen: Ja, Du bist ja auch so ein Geschenk. Und ich auch. Wir könnten uns darüber und aneinander freuen.

Vielleicht bin ich ja nicht das einzige Wesen, dem es so geht. Lassen wir die leeren, sinnlos gewordenen „Weihnachts“-Rituale einfach weg, sie wollen uns nur bis zur Besinnungslosigkeit berieseln. Oder seid mir zumindest nicht gram, wenn ich von nun an dankend verzichte, weil ich die „Corona-Weihnacht“ so andächtig fand.

Nachthimmel

Da hat die Medienwelt mit ihrem ständigen Geklingel doch auch mal wieder was Gutes. „Neowise“ – kein Mensch hätte das eigentlich schon abgeschaltete Teleskop „WISE“ ohne das Projekt „NEOWISE“ (Near-Earth Object Wide-field Infrared Survey Explorer) zur Kenntnis genommen. Jetzt kennen es alle. Und den danach benannten Kometen auch.

Schön, dass er uns in die Nacht lockt, den Blick zum Himmel lenkt und das Wunder unseres Daseins erahnen lässt. In lauer Nacht, nach Tagwerk und Abendfreuden.

Der Alte singt nicht mehr

„Der Alte singt noch“, so klang es zu Orjes 80. Geburtstag. Das war vor 2 Jahren. Es gab eine innig schöne CD und auch einen Bildband vom Am-Vieh-Theater. Der Künstler hatte auf vielen Hochzeiten getanzt, war aber er selbst geblieben: Der große Inspirator.

Vor 20 Jahren, im Sommer 2000, hat Orje einen Grabstein aus Holz gehauen, darauf steht „Georg Zurawski“, geboren 13. 3. 1938″. Jemand muss nun das Sterbedatum schnitzen: 28. Mai 2020

Georg hat die irdische Bühne verlassen. Sein Vermächtnis sind viele Begegnungen, Lieder, Gedanken, Geschichten, Handwerk, schwere Arbeit und leichtes Feiern. Er war ganz im Hier und Jetzt, mit den Füßen auf dem Boden. Er hat allen Mut gemacht zum Träumen und zum Bei-Sich-Sein, zum Tanzen und zum Schuften, zum Lieben, Geliebtwerden, zu allem, was Freude macht.

Danke, Du Guter. Danke, dass Du da warst, danke für alles. Bis später. Wir verpassen uns sicher nicht.